Classic Konzept (Fridolin): Dieses Design wurde ursprünglich von Arno Wilhelm Schimmel in den 1930er Jahren entwickelt, mit der Idee, eine neue Kategorie von Klavieren zu bauen. Das Tonvolumen der großrahmigen Konstruktionen sollte erhalten bleiben, aber das Erscheinungsbild sollte wesentlich graziler werden. Die Konstruktionsidee war damals revolutionär und wurde mehrfach patentiert. Durch den Erfolg dieser innovativen Idee entwickelte sich Schimmel schnell zum größten deutschen Klavierhersteller. Die Konstruktion wurde kontinuierlich verbessert und mithilfe der im Jahr 1980 selbst entwickelten Computersoftware CAPE perfektioniert. Das Ergebnis sind zeitlose Instrumente in Klang und Spielgefühl.
Im Vergleich zu den Classic-Modellen wurden die Wilhelm-Modelle im Detail und in der Materialauswahl leicht modifiziert, ohne die wesentlichen Charaktereigenschaften der Instrumente zu verändern.
Unsere Hammerköpfe werden aus hochelastischem Merino-Walkfilz mit hoher Flexibilität und geringen Dämpfungseigenschaften hergestellt. Dieser wird aus hochwertigster Merinowolle in einem traditionellen Walkverfahren in Deutschland gefertigt. Für die Hammerkerne verwenden wir Harthölzer in Kombination mit spannungsregulierenden Unterfilzen. Das Ergebnis ist ein großer Reichtum an Klangfarben in den unterschiedlichen Dynamikstufen sowie langanhaltende Töne durch geringe Dämpfungswirkung auf die Saiten (kurzer Berührungszeitraum durch hochelastischen Filz).
Der “Dynamische Klangstab” wird während der Resonanzbodenherstellung mit dem Resonanzboden verspannt. Dadurch wird der Energiefluss im Resonanzboden bei unterschiedlich lautem Spiel reguliert, was eine größere Bandbreite an Klangfarben je nach Anschlag und Lautstärke ermöglicht. Dies bezeichnen wir als hohe klangliche Dynamik. Je nach Größe und Form des Resonanzbodens verwenden wir entweder einen oder zwei „Dynamische Klangstäbe“, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. (siehe Tabelle)



